Tag Archives: PokerStars

Beste Poker Comics zum “Black Friday”

Das ist ja unglaublich – ich bin auf diesen Thread MSPAINT – Online Poker Players: Before & After beim grössten englischen Pokerforum 2+2 gestossen. Als Reaktion auf den Black Friday hat einer eine Vorlage mit MS Paint erstellt, nach der man Comics “Vorher” und “Nachher” zeichnen kann. Der Thread ist schon jetzt “episch” und aktuell 92 Seiten lang. Ich habe aus den ersten 50 Seiten die besten Poker Comics genommen, um sie übersichtlich hier abzubilden. Diese Bilder plus weitere (die ich übersprungen habe oder die neu hinzugekommen sind) findest Du in diesem Thread bei 2+2. Es wäre cool, wenn Du selbst auch mitmachen würdest, und dort nach der Vorlage ein eigenes Poker Comic veröffentlichen würdest. Die Kreativität und der Witz dieser Comics sind unglaublich!
Zwei der besten Poker Comics sind diese hier. Weitere 75+ siehst Du, wenn Du den ganzen Artikel anschaust.


Klicke rechts auf >> um alle Comics zu sehen!





Poker Tags: black friday witz, black friday witze

FBI beschlagnahmt PokerStars & Full Tilt Poker Webseiten

Nein, das ist kein Poker 1. April-Scherz. Seit etwa 19h mitteleuropäischer Zeit erscheint auf den Webseiten von PokerStars, Full Tilt Poker sowie Absolute Poker & UB.com (ehemals Ultimate Bet) folgendes Bild:

Offenbar sind noch nicht alle Server aktualisiert – ich habe deswegen über anonymouse.org auf die Full Tilt Poker Webseite zugegriffen. In einschlägigen Foren wird auch folgendes berichtet:

  • US-Spieler können sich nicht mehr an den Echtgeld-Tischen bei PokerStars anmelden
  • Die Auszahlung von Geld bei Full Tilt Poker oder PokerStars ist nicht möglich

Was ist passiert? Das FBI hat in dieser Anklageschrift die folgenden Vorwürfe erhoben:

  • Betrug
  • Verbotenes Glücksspiel
  • Geldwäscherei

Gegen über zehn führende Mitarbeiter der Pokerseiten wurde Haftbefehl erlassen, zwei davon wurden bereits verhaftet. Zudem wurden bei rund 75 Banken und Zahlungsverarbeitern Guthaben eingefroren.

Was ist passiert? Die betroffenen Pokerseiten sind alle in den USA aktiv – dies im Gegensatz zu vielen anderen hier in Europa bekannten Seiten, die sich seit Inkrafttreten des “Unlawful Internet Gambling Enforcement Act” (UIGEA) ganz aus den USA zurückgezogen haben. Warum nun so plötzlich – auch nachdem einzelne Staaten das online Gambling (zwecks höherer Steuereinnahmen) legalisieren wollten – ist unklar.

Update um Mitternacht: Hier die aktuellen Spielerzahlen bei PokerStars und Full Tilt Poker gemässt pokerscout.com. Offensichtlich ist bei PokerStars etwa 1/4 des Traffics verschwunden (-10’0000 Spieler), während bei Full Tilt noch nicht viel zu bemerken ist. PartyPoker ist stabil – klar – die sind ja auch nicht in den USA aktiv:

Anzahl Spieler im Tagesverlauf PS, FTP, PP

Klar ist aber folgendes:

  • Das ganze wird in Kürze zu einem riesigen Aufruhr in der Poker-Community führen
  • Keiner sollte mehr auf FTP, Stars, Absolute oder UB einzahlen
  • Jeder sollte versuchen, sein Geld von dort auszucashen (sofern möglich…). EDIT 16.04.2011, 0h40: Auszahlungen bei PokerStars sind momentan nicht mehr möglich, auch bei Spielern aus Deutschland. Bei Full Tilt Poker klappen Auszahlung via Neteller noch (zu dumm dass ich über Moneybookers auszahlte, denn das Geld ist 3h nach dem Cashout immer noch nicht auf dem Konto)
  • Wer bisher als online Poker Profi in den USA arbeitete, kann sich bis auf weiteres einen neuen Job suchen – oder in ein anderers Land auswandern
  • Die beiden Marktführer PokerStars (40%), Full Tilt Poker (20%) sowie die Anbieter Absolute und UB.com (Cereus-Netzerwerk) haben zusammen rund 2/3 Marktanteil weltweit. Rund 1/3 der Spieler – siehe meine Artikel “Online Poker Markt: Umsatz und Grösse” sowie “Poker Marktanteile” stammen aus den USA. Da die betroffenen Seiten die einzigen sind, die in den USA aktiv sind, dürften diese soeben etwa 50% ihrer Spielerbasis – zumindest der Echtegeldspieler – eingebüsst haben
  • Das weltweite Spieleraufkommen an den Echtgeld-Pokertischen wird sich ab heute um rund 1/3 reduziert haben – und bei Full Tilt und Stars um rund 50%.
  • Die Auswirkungen auf Spieler aus der EU sind unklar

Ich würde momentan darauf verzichten, um grössere Geldbeträge bei Stars oder Full Tilt zu spielen. Das betrifft vor allem die Turnierspieler unter uns. Die meiner Meinung nach besten Alternativen zu PokerStars und Full Tilt könnt ihr hier in meinen Profi-Tipps: Pokerräume nachlesen – oder euch alternativ bei PartyPoker anmelden – der Nummer drei im online Poker. PartyPoker ist nicht in den USA aktiv und somit nicht von der Sperrung durch das FBI betroffen. Bei Party gibt es mit dem Bonus Code SNG500 sogar einen speziellen Bonus von 500$ (325 Euro)!

 

 





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Double or Nothing: PokerStars wechselt zu Fifty50; Alternativen

Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie im Ongame-Netzwerk im Sommer 2008 die Double or Nothing SNG’s lanciert wurden. Die Idee ist simpel und fand rasch grossen Anklang: In einem 10-Mann Turnier verdoppeln all jene Spieler ihren Einsatz, die unter die ersten 5 gekommen sind, die anderen Spieler gehen leer aus. Das SNG Turnier ist zu Ende, sobald nur noch fünf Spieler übrig sind. Die Höhe der Chip Stacks spielen dabei keine Rolle.

Die Idee dieser Double or Nothing (oder kurz: DON) Turniere wurde schnell von anderen Pokerseiten kopiert. PokerStars z.B. machte sich nicht einmal die Mühe, einen neuen Namen für “Double or Nothing” zu erfinden. Im iPoker-Netzwerk wurden die Spiele immerhin mit neuem Namen versehen: Double Up SNG.

Ich hatte auch einige dieser DON SNG’s gespielt, muss sagen dass sie ziemlich stupide sind. Und dass zumindest am Anfang viele Spieler keine Ahnung von der optimalen Strategie hatten – gerade an der Bubble. Dort zählt es sich aus, fast nie zu callen, aber in später Position fast immer die Blinds mit einem All-In zu stehlen. Wen es interessiert, habe ich mit dem Independent Chip Model einen Vergleich zwischen DON und SNG ab der Bubble gemacht.

PokerStars fifty50 statt DON

Seit Mitte Februar 2011 hat nun PokerStars die DON’s mit dem neuen Sit’n Go Format fifty50 ersetzt. (Hinweis 17.02.2011 abends: Habe in einem anderen Blog gelesen dass die DON bei Stars erst Ende Februar 2011 gestrichen werden) Hauptgrund dürften die Betrugsmöglichkeiten bei DON’s gewesen sein, was ja auch passiert ist: Man hat an der Bubble einfach Chips zum kleinsten beteiligten Spieler geschoben, der im eigenen “Team” war. Einzelne Chips in einem Small Stacks sind bei DON’s an der Bubble extrem viel mehr Wert als die Chips des Big Stacks (der kann auch 90% aller Chips im Turnier halten – er wird ja nie mehr als 20% des Preisgeldes gewinnen können). Diesem Betrug mit Collusion wird mit den fifty50 entgegengewirkt.

Wie funktioniert ein fifyt50 auf PokerStars? Ganz einfach, sind nur noch 5 der 10 Spieler übrig, erhält jeder sein Buy-In zurück. Die andere Hälfte des Preis-Geldes wird im Verhältnis zu den Chipstacks verteilt. Sind also 100$ Preisgeld zu gewinnen, erhält jeder Spieler 10$. Die übrigen 50% werden anteilsmässig verteilt – wer 40% der Chips hält, gewinnt weitere 20$ hinzu. Wer sich mit einem Chip ins Geld gefoldet hat, kriegt praktisch nur sein Buy-In zurück.

Damit ist ein fifty50 eine Mischung aus DON und Winner Takes it All-Turnier. Während bei einem DON das ICM eine enorm wichtige Rolle spielt, ist ICM bei einem WTA-Turnier nicht relevant. Somit versprechen fifty50 Turniere mehr Spass und sind auch anspruchsvoller als DON, weil man wieder mehr Hände callen kann und beim Pushen an der Bubble viel genauer überlegen muss, wie viele Hände die Gegner in den Blinds callen werden (und das werden mehr sein als bei DON’s).

Alternative zu PokerStars Double or Nothing

Wenn Du Double or Nothing auf PokerStars gegrindet hast und nun verzweifelt nach einer Alternative suchst, dann keine Sorge. Es gibt genügend andere Anbieter, bei denen Du weiterhin Double or Nothing Turniere spielen kannst. Meine zwei Empfehlungen hierzu sind:

  • Betsson – der bekannte britische Wettanbieter. Du spielst gegen die  schlechten Gegner aus dem Ongame Netzwerk wie bei BWIN und kannst Dir mit dem Gutschein Code POKERPROFI einen Bonus bis 1’600$ holen
  • Winner Poker – bei dem Namen sollte das Gewinnen ja einfach sein, oder? Winner Poker ist Teil des  grossen iPoker Netzwerks, weswegen wie bei Betsson für genügend Traffic gesorgt ist. Hole Dir 500$ Bonus mit dem Bonus Code pokerpro





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Neue Pokerturniere bei PokerStars und Full Tilt Poker

Die beiden grössten Pokerseiten der Welt, PokerStars und Full Tilt Poker, haben das Jahr 2011 mit je einer grösseren Innovation für Turnier-Pokerspieler eröffnet. Diese Neuerungen zeigen, dass sich die beiden Marktführer nicht auf ihre Lorbeeren ausruhen. Insbesondere FTP, das mit Rush Poker letztes Jahr eine echt grosse Innovation für die Pokerspieler (und eine Gelddruckmaschine für sich selbst) lanciert hat, wirbelt weiterhin den Pokermarkt auf. Doch zuerst zu Stars.

PokerStars Home Games

Ein spezieller Name für private Turniere, den sich Stars da ausgedacht hat. Denn Home Games sind Pokerrunden unter Freunden bei einem Freund daheim – at „home“ eben. Jetzt kann man solche Home Games auch bei Stars im privaten Kreis durchführen, wobei halt jeder bei sich „at home“ ist. Nicht der grosse Wurf in meinen Augen. Ich warte noch darauf, dass es online Poker mit Webcam gibt – jeder Spieler sieht jeden Spieler am Tisch. Und mit zusätzlichem Voice-Kanal statt dem normalen Chat. Das wäre zwar keine Option für Multittabling Pros, aber sicher eine spannende Alternative zu den pixligen Spielfiguren, die man beim 1tabling sieht.

Full Tilt Multi Entry Turniere

Das ist mal wieder der Hammer. Die Idee ist so einfach, dass ich mich gewundert habe, warum das niemand vorher entwickelt hat. Bei einem Rebuy/Add-On Turnier kann man sich ja erneut einkaufen, wenn man keine Chips mehr hat.

Bei einem Multi Entry Turnier bei FTP kann man sich gleich zu Beginn der Turniers „mehrere Leben“ kaufen. Du kannst so als MTT-Spieler Multitabling im gleichen Turnier betreiben; Du musst Dich nicht in fünf Turnieren auf drei Pokerseiten eintragen, wenn Du mehrere Turniertische gleichzeitig spielen willst.

Full Tilt Poker achtet darauf, dass Du mit Deinen „mehreren Turnierleben“ nie am selben Tisch sitzen kannst. Sobald ein Tisch aufgelöst wird und es keinen Tisch mehr gibt, an dem Du nicht bereits einen Spieler hast, wird der Stack vom aufgelösten Tisch dem kleinsten bestehenden Stack zugewiesen. Das ist sinnvoll, denn wir wissen ja dank dem Independent Chip Model, dass der Grenznutzen von zusätzlichen Chips abnimmt. Das heisst aber auch, dass jede Zusammenlegung von 2 Stacks –EV aus Sicht des Multi-Entry Turnierspielers ist. Seine Chips wären mehr Geld wert, wenn sie auf 2 Spieler verteilt wären. Dafür ist es natürlich +EV, auf einer einzigen Pokerseite zu einem bestimmten Zeitpunkt all seine Turniere spielen zu können, statt bei mehreren Anbietern mit unterschiedlicher Software zu unterschiedlichen Zeiten (und möglicherweise noch mit unterschiedlichen Blindstufen) zu pokern.

Insgesamt gefällt mir diese Erfindung für Turnierspieler von FTP sehr gut. Hast Du schon mal ein Multi Entry Turnier gespielt? Was sind Deine Erfahrungen?

P.S.: Wenn Du mal ein PokerStars Homegame oder ein Full Tilt Poker Multi Entry Turnier ausprobieren willst – meld Dich doch mit diesen Bonus Codes an, um Dir den maximalen Bonus von jeweils 600$ zu sichern:

PokerStars ist immer noch nicht rigged

Die interessante Diskussion in den Kommentaren im Blog Eintrag “PokerStars ist nicht rigged” hat mich dazu verleitet, selbst Daten zu gespielten Händen zu analysieren. Ich bedanke mich bei den bisherigen Kommentatoren Milbona, Torsten, Jupiter und BasherQ4.

Im vorherigen Blogeintrag verwies ich auf einen anderen Blogger, der sich grosse Mühe gemacht hat, zu testen, ob PokerStars rigged ist. Dazu hat er ein Cash Game Handdatenbank mit 1.5 Millionen Händen gekauft und alle Hände, bei denen genau zwei Spieler All-In gegangen sind, aussortiert. Dies ergab rund 75’000 Hände. Die These war, dass die nach dem All-In folgenden Bad Beats völlig normalverteilt sind. Diese These hat er bestätigt: Der Favorit des All-Ins gewann so oft, wie er es statistisch gesehen hätte erzielen sollen.

Jetzt hat Jupiter im Kommentar gesagt, dass “so was wie KK vs Ax ist hier praktisch chancenlos“. Ich habe also die öffentlich zugängliche Datenbank (Link siehe vorheriger Beitrag zu PokerStars ist rigged) genommen und alle Fälle aussortiert, bei denen KK All-In gegen Ax gegangen ist.

KK vs. Ax – Halten die Könige auf PokerStars?

Ich bin auf insgesamt 1065 Begegnungen gestossen, bei denen auf PokerStars KK All-In gegen ein Ass gegangen ist. Die folgende Tabelle zeigt, dass der Favorit beim All-In (das muss nicht immer KK sein, bei einem All-In am Flop, bei dem ein Ass auf dem Board liegt, ist der Spieler mit dem Ass als Hole Card 9:1 Favorit) in 69.6% aller Fälle gewann. Gemäss Wahrscheinlichkeitsrechnung hätte der Favorit in 70.2% der Fälle gewinnen sollen. Klar, jetzt gibt es eine Abweichung von 0.6%, aber das entspricht einer Abweichung von lediglich 7 “zu oft” verlorenen Hände durch den Favoriten. Und das ist nichts auf 1065 All-Ins.

Jetzt hatte Jupiter in seinem Kommentar noch angemerkt, dass “ich hab das gefühl das bei diesem dealprogramm der flop bzw das board erst nach der preflopaction generiert wird“. Ich habe also noch geschaut, wie oft es denn nach dem Flop zu einem All-In zwischen KK und Ax gekommen ist. Dies war 117 mal der Fall. Der Favorit gewann 95 der 117 All-Ins. Gemäss errechneter Wahrscheinlichkeit hätte der Favorit 99x gewinnen sollen. Das heisst, es gab auf 117 Postflop All-Ins zwischen KK und Ax 4 Bad Beats zu viel. Nicht gerade ein Beweis, dass Stars rigged ist, oder?

Wie gesagt, die Datenbank mit den ursprünglichen 75’000 All-Ins ist öffentlich zugänglich. Sicher liessen sich noch weitere interessante Auswertungen damit anstellen. Das Excel mit meinen Auswertungen habe ich auf meinen Server hochgeladen, Du kannst es hier herunterladen. Und ich freue mich natürlich über weitere Kommentare. Aber ich werde meine Meinung nicht ändern: Online Pokerräume sind nicht rigged, es wird nicht absichtlich “mehr Action generiert” und die ganzen “Raum XY ist rigged – Vorwürfe” und Verschwörungstheorien (im Sinne von: Imemr wenn ich auscashe, beginnt ein Downswing) stammen primär von Losing Playern oder von solchen, die mit der Varianz von Texas Holdem Poker nicht umgehen können.

Tipp: Wenn Dich das überzeugt hat und Du noch nicht im grössten Pokerraum der Welt spielst, dann eröffne jetzt über diesen Link mit dem Bonus Code psp13368 bei PokerStars ein Konto und sichere Dir damit den maximalen Bonus von 600$.





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PokerStars ist nicht rigged

Ich bin ja nicht einer, der „glaubt“, dass online Poker rigged ist. Klar, jeder von uns hat schon „unmögliche“ Konstellationen gesehen: Innerhalb von 15 Minuten an drei Tischen beim Multittabling Quads, oder ein Jahr lang kein Royal Flush, dann aber gleich zwei in zwei Tagen, oder Upswing ohne Ende, und kaum hat man sich die Gewinne ausbezahlt fängt der Downswing an etc etc.

Diese Häufung von Zufällen hat aber nicht damit zu tun, dass eine Pokerseite „die Spiele manipuliert“ oder eben „rigged“ ist. Ich bin der Überzeugung, dass die Varianz im NL Texas Holdem einfach zu gross für den menschlichen Geist ist, zumindest für viele Spieler. Weswegen dann eben – vorzugsweise wenn es schlecht läuft – behauptet wird, dass online Poker rigged ist.

Analyse zu PokerStars

Jetzt hat mal wieder jemand eine fundierte und tiefergehende Analyse gemacht – für PokerStars. Emre Kenci hat in seinem Blog detailliert dargelegt, wie er seine Analyse aufbaute. Er hat sich eine Datenbank mit 1.5 Millionen Händen von Texas No Limit Hold’em Cash Games gekauft – etwas, was man z.B. bei einem Anbieter wie HandHQ günstig erledigen kann. Aus diesen Händen hat er all jene herausgefiltert, bei denen vor dem River (also Prefolp, am Flop oder am Turn) ein Spieler All-In ging und von genau einem Gegner gecallt wurde. Bei einem All-In sind die Hole Cards der beiden Spieler bekannt, und weil es nur zwei Spieler sind, lässt sich die Gewinnwahrscheinlichkeit einfach berechnen.

Von den 1.5 Millionen Händen aus der Datenbank haben 76‘672 Hände die Kriterien „All-In vor dem River“, „nur zwei Spieler in der Hand“ und „eine Hand ist ein klarer Favorit gegen die andere Hand“ erfüllt. Der Blogger hat dann die Gewinnwahrscheinlichkeit für die bessere der beiden Hände im All-In berechnet. Diese betrug 75.03%. Somit müssten von den über 76‘000 Händen 57‘423 mal der Favorit das All-In gewinnen. Effektiv waren es dann 57‘529 der Fall. Die Abweichung von 100 Händen (0.2%) ist minimal.

Deswegen kann man daraus schliessen, dass PokerStars nicht rigged ist, zumindest nicht wenn genau zwei Spieler vor dem River All-In gehen. Siehst Du das auch so?

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PokerStars: Poker Bots entdeckt

Eigentlich wolle ich ja zuerst ohne Unterbruch meine Serie 25 User fragen – der Poker Profi antwortet zu Ende veröffentlichen, aber ich denke dass nicht jeder von euch die News vom Poker-Bot-Netzwerk bei PokerStars schon gelesen hat. Deswegen hier ein Blogbeitrag zu Poker Bots bei PokerStars.

Die Accounts der zehn Spieler 7emenov, bakabar, craizer, mvra, nakseon, kozzin, demidou, koldan, Daergy und feidmanis wurden gesperrt, nachdem diese als Bots, d.h. als Computerspieler, identifiziert wurden. Wie die Bots enttarnt wurden? Ein Forumsmitglied vom grössten englischsprachigen Pokerforum, 2+2, hat die Statistiken der Spieler auf Pokertableratings nachgeschaut. Er fand unter anderen heraus, dass die Spieler alle auf NL 200 spielten und dann innerhalb von drei Tagen auf NL 100 abstiegen. Anschliessend stiegen sie innerhalb von sechs Tagen auf NL 50 ab. PokerStars hat sich dann eingeschaltet und den Fall zusammen mit Pokertableratings statistisch analysiert. Die Ergebnisse sind absolut eindeutig. Die zehn Spieler weisen alle praktisch identische Spielerstatistiken auf was die gängigen Kennzahlen wie VPIP (Anteil der Flops, die man ausserhalb des Big Blinds anschaut), PFR (Anteil Hände, die man vor dem Flop raist), 3Bet (Reraise vor dem Flop). Zudem haben diese Spieler, wenn sie vom Big Blind aus den Flop anschauten, in 99.6% der Fälle auf einen Raise gefoldet.

Total haben die zehn Bots auf den Limits NL 50 bis NL 200 über 8 Millionen Hände gespielt, eine Winrate von ca. 0.43BB/100 Hände erzielt und dabei einen Profit von 58’000$ erspielt (und Rake in Höhe von 187’000$ an PokerStars bezahlt!).

Wenn Du es nicht glaubst: Schau Dir den ausführlichen Bericht mit zahlreichen Auswertungen und Statistiken hier auf Pokertableratings an.

Poker Bots auf Stars – Learnings

Was lernen wir aus diesem Fall?

1. Es gibt sogar auch No Limit Texas Hold’em Winning Poker Bots! Das ganze Gequatsche von “unlösbares Spiel”, “etwas ganz anderes als Schach”, “Bots können exploited werden”, “nur die absoluten Micro-Limits können von Bots geschlagen werden” etc ist Humbug und damit widerlegt. Während Polaris bereits vor Jahren Fixed Limit Profis geschlagen hat, sind diese zehn Bots der Beweis, dass auch No Limit Texas Hold’em auf den Mid-Stakes durch Poker Bots geschlagen werden kann!

2. Menschliche Spieler müssen mitdenken und solche Fälle melden! Wir wissen nicht, wie viele Bots durch Abwehr-Massnahmen von PokerStars bereits aufgefolgen sind und nie publik wurden. Es ist allerdings schon erstaunlich, dass der grösste Pokeranbieter der Welt kein Kontrollsystem installiert hat, das solche massiven Ähnlichkeiten im Spielverhalten selbst entdeckt. Hier besteht dringeder Handlungsbedarf!

3. Die Transparenz von PTR und Stars ist lobenswert. Pokeranbieter haben überhaupt kein Interesse daran, dass solche Fälle publik werden. Durch das Forum 2+2 wurde er publik. Ich finde es lobenswert, dass Stars sich direkt einschaltete und innerhalb von einer Woche den Fall aufgeklärt hat. Meiner Meinung nach haben Pokeranbieter null Interesse daran, Bots nicht zu entdecken. Klar hat Stars fast 200’000$ Rake an diesen 10 Bots verdient. Aber der Imageschaden für Stars und für die ganze online Pokergemeinde ist massiv grösser. Die Transparenz hilft, dass mehr solche Fälle gemeldet und untersucht werden – auch bei anderen Pokeranbietern!





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Erstmals Rückgang im Online Poker

Die Zeiten des Wachstums im online Poker scheinen vorbei zu sein. In den letzten 12 Monaten ist der Pokermarkt um 2% geschrumpft. Dies hat die grösste Seite, die das Spieleraufkommen an den Tischen misst (Cash Game Spieler online und teilweise Gesamtzahl an online Poker Spielern), PokerScout.com, mitgeteilt.

Seit 2006 misst PokerScout das Spieleraufkommen an den Tischen. Ich habe deren Zahlen auch schon verwendet, um die Marktanteile im online Poker abzuschätzen. Diese News-Meldung ist nun der Beweis dessen, was viele online Grinder schon länger vermutet haben. Das Interesse an Online Poker schwindet.

In den letzten drei Monaten haben selbst die beiden Marktführer PokerStars und Full Tilt Poker, die zusammen 60% Marktanteil haben, Einbussen von 15% resp. 19% verzeichnen müssen. Nimmt man die Aussage hinzu, dass das Spieleraufkommen in 11 der vergangenen 14 Wochen rückläufig war, dann sieht es für 2010 schlecht aus. Wahrscheinlich ist der Sommer mitverantwortlich für diesen Rückgang, aber dennoch wird sich das negative Wachstum von 2% noch weiter verstärken.

Ganz bitter sieht es bei den Wachstumsraten für die letzten 12 Monate für die Pokerräume Everest Poker (-47%), Pacific Poker (-31%) und PartyPoker (-29%) aus. Pacific Poker ist im Gegensatz zu Party ein Poker-Netzwerk, zu dem u.a. 888 gehört, wo man nebst Zocken im Casino und Wetten auch online Poker spielen kann.

Natürlich sind das auch schlechte News für die Spieler, die bei solchen Räumen pokern (so wie mich, der auf Party spielt): Der starke Rückgang bedeutet, dass diese Pokerräume kaum mehr neue Spieler gewonnen haben. Und neuen Spieler = schlechte Spieler = gut für den ROI von Grindern wie mich. So sollte man – wenn man noch keinen Account hat – einen Wechsel zu einem der beiden grössten Pokerräume in Betracht ziehen. Auf Jahresbasis konnten PokerStars (+15%) und Full Tilt (+8%) nämlich noch einen Zuwachs verbuchen. Hier der Link zum Marktführer mit dem Code für den maximalen Bonus bei der Ersteinzahlung:

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Betrug im Online Poker

Ich bin ja überhaupt kein Fan von Pokerspielern, die in Foren laut mit Sprüchen wie  “Poker ist rigged” oder “Warum habe ich nach jedem Cash-Out einen Downswing” oder “Ich kann mit Assen nicht gewinnen” herumjammenr. Ich habe auf SnG Poker Strategie auch zwei Artikel zum Thema “Cheating im Online Poker” veröffentlicht (5 Poker Betrugsmöglichkeiten und Poker Mythen), wo ich die Auffassung vertrete, dass a) Online Poker sehr sicher ist und b) die Spieler, die jammern, einfach losing players sind, die von der Varianz eingeholt wurden.

Aber es gibt tatsächlich auch Fälle von Betrug im online Poker, wie diese zwei aufgedeckten Beispiele zeigen.

Poker Collusion bei PokerStars Double or Nothing

Eine Gruppe von insgesamt 49 Chinesen hat rund 750’000 US-Dollar von anderen Spielern ertrogen. Der schottische Blogger Daleroxxu hat in seinem Blog (in englischer Sprache) den Skandal rekonstruiert. Betroffen waren Spieler von Double or Nothing Turnieren auf PokerStars auf den höheren Buy-Ins. Die Strategie der Chinesen war einfach: Sie haben online zusammen gespielt, in der Fachsprache “Collusion” genannt. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten: Sich schonen, sich sogar Chips zuschieben (check/bet mit anschliessendem fold), zusammen Gegner ausnehmen und/oder sich die Hole Cards mitteilen. Gerade “sich schonen” und “Chip duming” sind enorm effektive Strategien bei Double or Nothing Turnieren.

Bei Double or Nothing Turnieren ist der Unterschied zwischen Chip-Erwartungswert und $-Erwartungswert an der Bubble enorm gross (siehe z.B. dieser Artikel zum Independent Chip Model bei Double or Nothing). Bei solchen Turnieren kann sich Chip-Duming lohnen: Ein grosser Stack, der sich enorm sicher einfach ins Geld folden kann, kann seinem Kollegen mit kleinem Stack Chips zuspielen, indem er im richtigen Moment foldet. Der kleine Stack profitiert dabei sehr stark, während der Big Stack minimal verliert. Die weiteren Verlier am Tisch sind die Medium Stacks, die nun weniger sicher ins Geld kommen.

Jedenfalls – ich hätte nicht gedacht, je Colluision auf Double or Nothing in dermassen grossem Ausmass begangen würde – ich habe mich getäuscht!

Poker Cheating mit Superuser-Accounts

33 Südkoreanische Cheater haben mittels einem Programm über 10’000 PCs in 700 Internet Cafes gehackt. Sie konnten dadurch die Hole Cards von Spielern einsehen, die an solchen PCs in den Internet Cafes um Geld spielten. Die Deliktsumme von 45’000 Dollar (über einen Zeitraum von mehr als einem halben Jahr) zeigt, dass sich damit nicht ein grosser Geldbetrag ertrügen liess. Irgendwie nachvollziehbar: Wer spielt denn schon um hohe Einsätze und muss sich dazu in ein Internet Cafe setzen?

Die beiden Fallbeispiele zeigen, dass tatsächlich Betrug im Online Poker stattfindet. Und das sind Fälle, die aufgedeckt wurden. Bestimmt gibt es noch viele Betrugsfälle, die nicht entdeckt wurden. Und dennoch – auch im offline Poker, im Casino, kann betrogen werden. Und die Betrugssumme ist absolut minimal im Verhältnis zu den getätigten Einsätzen. Es wäre also zu einfach, online Poker zu verteufeln und für seine Verluste beim Pokern nur Cheatern die Schuld zu geben…





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Poker Marktanteile in Deutschland

Ein recht neuer Blog zum Thema Poker-Umfeld ist poker2share.com. Die Betreiber des Blogs sind sehr ambitioniert. Und es gibt nicht viele Orte im Web, bei denen derart hochwertiger Content – aktuell vor allem zum Thema „Poker Recht/länderspezifische Rechtslage“ – zu finden ist.

Und seit Bernhard einen Artikel zum Thema „Deutsche Pokerblogs“ verfasst hat & ich es dort mit „Der Poker Profi“ in seine erste Auswahl „Deutsche Poker Blogs“ geschafft habe, bin ich natürlich regelmässiger Leser dort ;-)

Beim Stöbern auf  poker2share.com bin ich auf den Artikel “Pokermarkt Deutschland” gestossen. Ich muss sagen, Hut ab vor der Grafik, die ist echt professionell gemacht. In der Grafik sind auch die „Pokerräume Spieleranteile“ vermerkt. Gemäss ihren Auswertungen und Berechnungen gibt es in Deutschland für die grössten Pokerräume (ohne Poker-Netzwerke wie iPoker und Ongame) folgende Marktanteile:

Party Poker: 17.3%

Everest Poker: 11.4%

PokerStars: 8.3%

Full Tilt Poker: 7.3%

Berechnet wurden die Marktanteile durch Auswertungen bei alexa.com. Alexa misst die Popularität von grossen Webseiten. Dazu der „Disclaimer“ von Carsten & Bernhard von poker2share: „Dabei ist anzumerken dass alexa-Werte nur bedingt zuverlässig sind. Desweiteren kommt dazu, dass wir nur Daten dazu haben wie viele Deutsche auf die .com-Seite (und nicht den Spielserver) zugegriffen haben.“

Ich finde es gut, dass die beiden versucht haben, die Marktanteile der Pokeranbieter in Deutschland abzuschätzen. Zahlen zu den deutschen Marktanteilen gibt es nicht. Nicht einmal der grösste börsenkotierte Pokerraum (PartyPoker) veröffentlicht Zahlen auf Länderbasis. Also haben die beiden versucht, den Marktanteil abzuschätzen. Da ich selbst den Marktanteil weltweit schon abgeschätzt habe (siehe meinen Artikel auf Sit and Go Poker Strategie: Marktanteile von online Pokerräumen) und ich selbst ja auch Poker spiele, erstaunten mich die Resultate, insbesondere das „viel zu gute“ Abschneiden von Everest und das schlechte Abschneiden von PokerStars und Full Tilt Poker in Deutschland. Gemäss Pokerscout.com kommen die beiden letzeren Pokerräume auf rund 60% Marktanteil. Da würde es erstaunen, wenn Stars und FTP nur 15% Marktanteil in Deutschland haben.

Also – ich habe mir jedenfalls einen Abend lang Zeit genommen (äh ja, und wenn Du jetzt die Stirn runzelst dann bist Du nicht die einzige Person, die meint, ich könnte besseres mit meiner Zeit anfangen; eine langhaarige Blondine hat mir das am heutigen Abend auch schon gesagt ;-), den Marktanteil dieser vier Pokerräume in Deutschland zu verifizieren und vor allem eine bessere Schätzung als mittels Alexa zu machen. Das Problem bei Alexa haben die Verfasser ja schon erwähnt. Aber wie die Marktanteile besser abschätzen? Wie gesagt, das Ganze ist leider nicht ganz trivial und auch nicht in 10 Minuten erledigt. Ich freue mich über jeden konstruktiven Kommentar dazu. Mit konstruktiv meine ich, dass ich gerne Verbesserungsvorschläge von euch lese. Dass „meine“ Herleitungen der Marktanteile leider auch grosse Lücken haben, weiss ich selbst ;-)

Schätzung Marktanteile Pokerräume in Deutschland

Zunächst mal habe ich mich darauf beschränkt, nur die vier Pokerräume Party, Everest, Stars und Full Tilt anzuschauen. Um eine einfache Vergleichbarkeit der Resultate zu erzielen, habe ich die relativen Marktanteile dieser vier Räume berechnet: Wenn es nur diese vier Pokeranbieter geben würde – wie gross wäre der Marktanteil jedes einzelnen Raumes? Um die Zahlen mit denen von poker2share zu vergleichen, habe ich auch deren Werte auf 100% hochgerechnet:

Als nächstes bin ich zu www.pokerscout.com gegangen und habe mir dort die aktuellen durchschnittlichen Spielerzahlen der letzten 7 Tage angeschaut. Demnach wären die Marktanteile ganz anders: 87% Marktanteil für Stars und FTP, Everest mit 4% statt 26% und Party mit 9% statt 39%…

Die Frage ist natürlich: Kann  man globale Marktanteile auf Deutschland projizieren? Ich behaupte nein, da Deutschland weniger als 10% des weltweiten Pokermarktes ausmacht. Aber die Unterschiede zur Schätzung von poker2share sind doch enorm markant.

Ich bin dann weiter zu Google.de. Ich habe dort die Anzahl Suchresultate gemessen für die Suchanfragen bei Google Deutschland nach deutschen Seiten (Keywords: “pokerstars” or “poker stars”; “full tilt” OR “fulltilt”; “party poker” OR “partypoker”; “everest poker” OR “everestpoker”). Die Resulate sind ebenfalls unbrauchbar:

Alle vier Anbieter haben um die 200‘000 Treffer. Es scheint so, dass die grossen Portale einfach alle Seiten bewerben, und entsprechend gibt es auch ähnlich viele Treffer.

Dann habe ich es bei Google Insight for Search versucht. Dort kann man „Sehen, wonach gesucht wird“. Die Idee ist folgende: Wenn häufig nach einem bestimmten Pokerraum gesucht wird, dann ist dessen Marktanteil wohl auch grösser. Dabei sind auch Long Tail Suchanfragen enthalten, also z.B. „PokerStars Cheats“ oder „PokerStars Bonus Code“. Ich habe die Resultate gefiltert für Deutschland, und nach der Anzahl Suchanfragen nach „Full Tilt“, „PokerStars“, Everest Poker“ sowie „Party Poker“ und „PartyPoker“ gesucht. Für Party gibt es zwei verbreitete Schreibweisen, ich habe die beiden Resultate addiert. Für alle Suchanfragen seit 2004 ergibt sich folgende Berechnung der Marktanteile Pokerräume in Deutschland:

Zudem habe ich auch die Suchanfragen der letzten 12 Monate als Indikator für den Marktanteil genommen – meiner Meinung nach die bessere Wahl, da es die aktuelleren Ergebnisse widerspiegelt:

Gemäss dieser Auswertung hätte PokerStars 50% Marktanteil, gefolgt von Party und FTP mit je über 20%, und Everest als abgeschlagenem Viertplatzierten. Diese Werte sind auch den globalen Marktanteilen recht ähnlich.

Gibt es noch eine bessere Möglichkeit zur Abschätzung des Marktanteils, ohne dass man die Spielerzahlen je Pokerraum in Deutschland kennt? Meiner Meinung nach JA! Ich habe beim grössten deutschsprachigen Pokerforum, PokerStrategy, die Anzahl Threads je Pokerraum seit 01.01.2010 gezählt. PokerStars kam dort auf 1097 Threads, Everest Poker nur auf 231 Threads. Die Marktanteile sehen so abgeschätzt wie folgt aus:

Demnach wäre wiederum Everest klar abgeschlagen auf Platz 4, mit FTP als Marktführer in Deutschland. Natürlich hat auch diese Berechnung des Marktanteils seine Nachteile. Viele Threads zu FTP könnten auch bedeuten, dass der Raum gerade besonders beworben wird oder z.B. die Software aktuell Probleme bereitet. Zudem bewarb PokerStrategy früher ausschliesslich PartyPoker – der Anteil Threads bei ps.de ist deswegen wohl überproportional hoch. Dennoch denke ich, dass die Forum-Aktivität ein guter Gradmesser der aktuellen Marktanteils eines Pokerraums ist – sicher besser als Alexa-Daten oder Anzahl indexierte Webseiten.

Resultat Schätzung Marktanteile Pokerseiten Deutschland

Jetzt hast Du den Blogeintrag bis hierhin gelesen und fragst Dich sicher, wie denn nun die Marktanteile im deutschen Pokermarkt wirklich verteilt sind. Also ich gebe aufgrund der obigen Analyse folgende qualifizierte Schätzung ab – die Werte entsprechen grob dem Durchschnitt der letzten beiden Grafiken (Suchanfragen bei Google & Forum-Threads):

Was denkst Du, sind diese Zahlen einigermassen realistisch?

Übrigens, wenn Du noch keinen Account bei einem der drei grössten Pokerräume Deutschlands hast, eröffne doch jetzt einen. Über den Link und mit den Bonus Codes erhältst Du den maximal möglichen Bonus!

PokerStars600$ Bonus (Marketing Code psp13368)

Full Tilt Poker600$ Bonus (Referenzcode SNGPOKER)

PartyPoker500$/325 Euro Bonus (Code POKERPROFI)