Monthly Archives: Februar 2010
Poker Bots, Gewinner im Poker und 1 Milliarde Hände
Pokerai.org ist eine grosse Community, die sich dem Thema Poker Bots (Computer-Pokerspieler) widmet. Nicht bei allen Mitgliedern steht dabei der wissenschaftliche Aspekt im Vordergrund. Es geht schon eher darum, Bots zu entwickeln, die gewinnbringend online Pokern, während man z.B. gerade am schlafen ist…
In Zusammenarbeit mit HandHQ, einer Seite, auf der man Hand-Histories erwerben kann, hat einer der Stakeholder von Pokerai eine Datenbank von einer Milliarde gespielten Echtgeld-Pokerhände erstellt. Die Hände wurden anonymisiert, sodass es nicht möglich ist, Rückschlüsse auf die Pokerräume oder die richtigen Spielernamen zu machen. Die Daten sind in einem proprietären Format abgespeichert, sodass sie auch nicht mit einer Tracking-Software Poker Tracker oder Holdem Manager eingelesen werden können. Leider, muss ich sagen, denn ich hätte gerne auf einfache Weise ein paar Analysen dazu gemacht. Stattdessen muss man sie mit einer Java Library einlesen/abfragen. Tja, und das übersteigt meine Programmierkenntnisse (resp. habe ich momentan anderes zu tun als mir die notwendigen Kenntnisse anzueignen). Zu sagen ist noch, dass die Milliarde Pokerhände nicht direkt zugänglich ist. Man kann sich aber eine Stichprobe davon runterladen (65MB) und erstmal ein paar Abfragen testen. Hat man eine Abfrage in Java erstellt, die man über die ganze Milliarde Pokerhände laufen lassen möchte, dann kann man sie dem Betreiber zustellen. Mehr Infos dazu gibt es auf hier bei pokerftp.com.
Anteil Winning Players im online Poker
Wie viele Pokerspieler gewinnen wirklich Geld im online Poker? Die Frage ist nicht einfach zu beantworten. Gemäss Alan Schoonmaker, Psychologe und Autor des Buchs „Your Worst Poker Enemy„, sind es nach Aussagen zweier Pokerraum-Manager 7% oder 8%. Und diese müssten es am besten wissen – Sie können in ihren Kundendaten nachschauen, wer in einem bestimmten Zeitraum mehr ausgecasht hat, als er einzahlte.
Ansonsten stellt sich die Frage: Wie will man, selbst wenn man eine Datenbank von einer Milliarde Hände zur Verfügung hat, herausfinden, wie viele Prozent der Pokerspieler Gewinner sind? Die Frage ist echt nicht trivial. Die allermeisten Spieler spielen nicht gerade viele Hände – und bei wenig Händen müsste aufgrund des gewissen Glückselements beim Poker die Verteilung nahe bei 50% Gewinner, 50% Verlierer liegen (ohne Berücksichtigung der Gebühren). Und betrachtet man nur Spieler, die sehr viele Hände gespielt haben, dann muss mann davon ausgehen, dass hier so etwas wie eine natürliche Selektion geben wird: Sehr schlechte Pokerspieler werden kaum 100’000 Hände im Monat spielen (weil das eine teure Angelegenheit ist), während sehr talentierte Pokerspieler ihren Job kündigen, um Poker Profi zu werden. Also ist eigentlich klar, dass Vielspieler mit grösserer Wahrscheinlichkeit Winning Players sind.
Hier ein Versuch von Pokerftp, mehr Licht in die Frage zu den Winning Players zu bringen:
Rund die Hälfte aller Spieler, die über 50’000 Hände gespielt haben, machen also beim Pokern Gewinn. Insgesamt waren auf 840’000 Spieler 18% darunter, die Gewinn machten. Der Anteil an Winning Players bei Spielern, die über 100, über 500 oder über 1000 Hände gespielt haben, ist konstant tief bei etwa 18%. Dies erkläre ich mit dem erwähnten Glückselement von Poker, nämlich dass es ohne Gebühren auf geringe Stichprobengrössen etwa gleich viele Gewinner wie Verlierer geben müsste. Aufgrund der Gebühren sind es aber nicht 50% Gewinner, sondern nicht einmal 20%.
Eine Möglichkeit, indirekt Gebühren zu sparen, ist, von Bonus-Angeboten von Pokerräumen Gebrauch zu machen. Interessant sind insbesondere die Boni auf der Ersteinzahlung. Hier kannst Du eine Übersicht mit den grössten Pokerräumen und Poker Bonus Codes für neue Spieler anschauen.
Bonus durch Gladiator-Challenge auf PartyPoker im März 2010
PartyPoker startet im März 2010 eine neue Gladiator-Challenge. Sie dauert 30 Tage lang und beginnt am 3. März 2010. Ziel ist es, während diesen 30 Tagen
- eine bestimmte Menge an PartyPoints
- während einer bestimmten Anzahl an Tagen
zu erreichen oder zu übertreffen. Wer das schafft, sichert sich einen zusätzlichen Bonus – maximal kann man sich als Mega-Vielspieler ein Buy-In für die Weltmeisterschaft im Pokern (WSOP) in Las Vegas im Wert von 12500$ sichern.
Die Anzahl täglich zu sammelnder Punkte sowie die Anzahl benötigter Tage für einen der Preise ist in dieser Tabelle von PartyPoker abgeblidet:

Wenn man also beispielsweise an 15 Tagen jeweils 50 PartyPunkte sammelt, erhält man 50$ geschenkt. Pro bezahlten Dollar Gebühr/Rake erhält man bei PartyPoker 2 PartyPoints gutgeschrieben. Wenn man also mindestens 25 Sit and Go’s zu je 20+2$ Buy-In während 15 von 30 Tagen spielt, dann erhält man 50$ geschenkt.
Bonus/Rakeback dank Gladiator-Challenge auf PartyPoker
Fortgeschrittene Spieler unter euch werden sich sicher schon gefragt haben, wie viel Prozent Rakeback (Gebührenrückerstattung) diese Gladiator-Challenge ergibt. Naja man kann es für das obige Beispiel ausrechnen: 50$ / (15*25$) = 13.3%. Wer ein anderes Limit spielt oder auf sich auf Cash-Games spezialisiert hat, muss jetzt nicht zum Taschenrechner greifen. Ich habe euch eine Tabelle zum Bonus/Rakeback durch die Gladiator-Challenge erstellt:
Dich interessiert die Gladiator-Challenge? Dann solltetst Du Dir unbedingt vorgängig überlegen, an wie vielen Tagen Du im März pokern kannst und wie viele PartyPoints Du pro Tag erspielen kannst. Plane dabei etwas Reserven ein – es wäre schade, wenn Du z.B. auf den 400$-Bonus (20 Tage a 200 Punkte) abzielst und dann nur an 19 Tagen zum Pokern kommst.
Wenn Du noch keinen Account bei PartyPoker hast, dann wäre die Gladiator-Challange eine gute Möglichkeit, Dich jetzt über diesen Link bei PartyPoker zu registrieren. Zusätzlich zum Bonus aus der Gladiator-Challenge kannst Du Dir nämlich mit dem Bonus Code POKERPROFI einen Bonus von bis zu 500$ (325 Euro) sichern!
Schweizer gewinnt PokerStars Sunday Million für 1.14M$
Wenn das nicht eine Schlagzeile für die Schweizer ist! Nicht nur an der Olympiade kann man gewinnen, sondern auch im Online Poker. Der Schweizer Michael „RichieRichZH“ Friedrich hat in der Nacht von Sonntag auf Montag das PokerStars Sunday Million gewonnen. Friedrich setzte sich dabei gegen 36’168 Gegner durch. Das Turnier mit einem Buy-In von 215$ hatte ein Preisgeld von total 7.23M USD. Für den Sieg gewann RichieRichZH 1.14M USD – herzliche Gratulation Richie!!
Michael Friedrich ist kein Pokerneuling, er spielt schon seit Jahren online Poker. Wie er den Sieg des Turniers erlebt hat, kann bei der von Pokerstars unterstützten Webseite PokerAction in diesem Interview nachgelesen werden.
Analyse ROI „RichieRichZH“ – ein losing Player?
Ich habe mir den Sieg im Sunday Million von RichieRichZH – ganz offensichtlich ein Zürcher – zum Anlass genommen, seine bisherigen Erfolge nachzuschauen. Auf der Seite officialpokerrankings.com (OPR) sind seine bisher gespielten Turniere fein säuberlich nach Pokerraum und Jahr aufgelistet. Daten zu Richie sind seit 2007 erfasst. Er spielt mit dem gleichen Nickname auch bei PartyPoker und Full Tilt Poker. Ich habe deswegen auch die dort gespielten MTTs rausgesucht. Bei OPR wird jeweils nur das Preisgeld und der ROI (Return on Investment) angegeben. Die Gewinne werden nicht dargestellt – aus offensichtlichen Gründen: Über 90% aller Pokerspieler sind Verlierer. Wenn man allerdings das Preisgeld und den ROI eines Spielers kennt, dann kann man daraus die Einsätze (Buy-Ins) ableiten. Und die Differenz zwischen Einsätzen und Preisgeldern ergibt den Gewinn (oder eben in den meisten Fällen den Verlust).
Die Turnier-Historie von RichieRichZH habe ich hier in dieser Tabelle zusammengefasst:
Spannend wird es, wenn man den Gewinn des Sunday Millions herausrechnet, da dieser einmalige Riesen-Gewinn die Resultate komplett verfälscht. Schaut man sich die Zusammenfassung unten in der Tabelle an, dann sieht man, dass der ROI von RichieRichZH über die letzten drei Jahre betrachtet gerade mal 1% betrug. Bei einem Einsatz von fast 200’000 USD schaute ein Gewinn von knapp über 2’000 USD heraus. Nicht gerade viel…
Übler sieht das Bild aus, wenn man bei Sharkscope noch die Gewinne (resp. Verluste) aus Sit and Go’s hinzuzieht:
Hier sieht man, dass er 37’500$ verdonkt hat. Während 2500 MTTs keine grosse Aussagekraft haben (Stichwort Varianz), sind 2900 Sit and Go’s schon eine valable Stichprobengrösse (Sample Size). Und das tut mir leid das über einen Poker-Millionär so sagen zu müssen – aber die Statistik sagt aus, dass er ein marginaler Losing-Player ist.
Ich möchte die Leistung von RichieRichZH mit dieser Analyse keineswegs schmälern. Der Gewinn eines solchen Major Turniers ist eine riesige Leistung! Und er hat sehr viel Zeit ins Pokern investiert – die wenigsten Spieler spielen über 2500 Multi Table Tournaments in ihrem ganzen Leben.
Was in den Zahlen von OPR und Sharkscope nicht enthalten ist, sind Bonus-Angebote, und davon hat RichieRichZH bestimmt Gebrauch gemacht. Es empfiehlt sich für alle Pokerspieler, Bonus-Angebote rege zu nutzen: Hier findest Du eine Übersicht mit Bonus-Codes für Pokerräume.
Du willst bei einem der Anbieter spielen, bei denen auch Richie spielt? Dann meld Dich jetzt an:
PokerStars – Marketing Code: psp13368 – bis zu 600$ Bonus
Full Tilt Poker – Bonus Code: SNGPOKER – bis zu 600$ Bonus
PartyPoker – Bonus Code: POKERPROFI – bis zu 500$ Bonus
Poker Tags: richierichzh, sunday million gewinnen, sunday million gewinner
Die grössten online Pokerräume: Marktanteile
Ich habe auf SnGPokerStrategie.com die Marktanteile der Anbieter im online Poker analysiert – die Resultate sind erstaunlich. PokerStars und Full Tilt Poker sind mit Abstand die beiden grössten online Pokerräume und erreichen zusammen rund 60% Marktanteil. Deutlich abgeschlagen folgen PartyPoker und das iPoker-Netzwerk. Im iPoker-Netzwerk sind mehrere Dutzend Pokerräume zusammengeschlossen, unter anderem Mansion Poker.
Pokernetzwerke sind sinnvoll: Die Spielerbasis und die Software ist identisch, der Pokerspieler sieht die unterschiede nur in den Farben grafische Oberfläche und bei der Webseite. Für Gelegenheitsspieler ist es ziemlich egal, wo sie spielen. Aber für Multitabler ist der Marktanteil (und damit das Spieleraufkommen) entscheidend: Sind zu wenig Spieler auf einem bestimmten Limit online, dann kann man nicht so viele Tische gleichzeitig spielen, wie man möchte.
Meine persönliche Erfahrung ist, dass rund 5% Marktanteil benötigt werden, wenn man Sit and Go’s auf dem Limit 22$ multitablen (>6 Tische) will. Für 11$ SnG’s reichen rund 3% Marktanteil.
Aus diesem Grund habe ich bei der Übersicht von Poker Bonus Codes nur Pokerräume vorgestellt, welche die kritische Masse an Spielern haben, damit man auch auf höheren Limits noch multitablen kann, ohne lange warten zu müssen, bis ein Sit and Go-Tisch voll ist.
Poker Netzwerke (Ongame, iPoker)
Noch zum Thema Poker Netzwerke: Diese eignen sich gut, um Bonuswhoring zu betreiben. Neue Spieler erhalten jeweils einen Bonus auf ihrer ersten Einzahlung. So können z.B. Pokerspieler, die bei BWIN pokerten, seit einigen Monaten keine Bonus Codes mehr verwenden. Eine einfache Lösung ist, sich einfach bei einem anderen Pokerraum im gleichen Ongame Netzwerk anzumelden. Bei Betsson Poker beispielsweise erhält man als neuer Spieler einen Bonus von 555$ auf die Ersteinzahlung. Wer bei Titan Poker (iPoker Netzwerk) spielt und von einem grossen Bonus auf der Ersteinzahlung profitieren will, kann sich bei Mansion Poker anmelden. Bei Mansion Poker gibt es mit dem Bonus Code „sngpoker“ einen Bonus von bis zu 500$.
In beiden Fällen spielt man gegen die gleichen Spieler und muss sich nicht an eine neue Software (mal abgesehen von der Farbe der Tische) gewöhnen – sehr praktisch. Zudem hat man mit dem neuen Account einen neuen Spielernamen, dh man ist ein weisses Blatt für die anderen Spieler. Umgekehrt kennt man die Fische und Sharks an den Tischen bereits, was eine gute Sache ist :-)
Übrigens: Grösse ist nicht alles. Lies hier, welches der beste Pokerraum für Dich ist, abhängig davon, was Dir wichtig ist.
In dem Sinne: Viel Spass und Erfolg beim neuen, „alten“ Pokerraum!
Hit and Run – Alles oder nichts bei PartyPoker
Noch bis Ende Februar kann bei PartyPoker “Hit and Run” gespielt werden. Pro 20 PartyPoints erhält man einen Spieljeton (maximal 10 pro Tag) im Wert von einem Dollar, mit dem man um alles oder nichts spielen kann.
Das Spiel läuft so ab, dass man in der Lobby von PartyPoker auf „hit“ drückt und offen gegen einen Computerspieler Texas Holdem spielt. Die Hole Cards werden aufgedeckt hingelegt und die fünf Board-Karten werden aufgedeckt. Wer das bessere Blatt hat, gewinnt und verdoppelt seinen Einsatz.
Pro Spiel kann man bis zu zehn Mal „Hit“ drücken, man kann also seinen Dollar Einsatz auf maximal 1024$ erhöhen. Party kündigt etwas vollmundig an, dass man bis zu 10’000$ gewinnen kann, wenn man pro Tag 10 Spiele spielt und jeweils 10 mal verdoppelt. Die Wahrscheinlichkeit, aus einem Dollar 1024$ zu machen, ist vernichtend gering und beträgt 0.1%.
Ich sehe ein wenig die Gefahr, dass viele Spieler jeweils so lange zu verdoppeln versuchen, bis sie alles verlieren. Ich habe es auch mehrmals ausprobiert und bin zum Schluss gekommen, dass für mich die beste Strategie ist, mich an den Tisch zu setzen und gleich abzuhauen, d.h. den einen Dollar einzukassieren.
Diese Promotion von PartyPoker halte ich für sehr fair – für Sit’n Go-Spieler entspricht dies einer Gebührenrückerstattung (Rakeback) von zusätzlichen 10%: Pro 10$ Rake erhält man 20 PartyPoints und entsprechend einen Spieljeton im Wert von 1$.
Wer schon einen Account bei PartyPoker hat, profitiert automatisch von dieser Poker-Promo. Wenn Du noch keinen Account hast, dann kannst Du Dich über diesen Link bei Party anmelden und Dir mit dem Bonus Code POKERPROFI einen Bonus von bis zu 325 Euro sichern.
Poker.org für 1 Million Dollar verkauft
Die Domain www.poker.org wurde gestern für 1 Million Dollar verkauft und ist damit die teuerste je gehandelte .org Domain. Die Firma PokerCompany.com erwarb sie beim Domain Name Borker Sedo. Die bisher teuersten .org Domains waren engineering.org, sexe.org und date.org, welche alle für Preise zwischen 150’000 und 200’000$ verkauft wurden.
Weil praktisch alle guten, kurzen Domain-Namen mit der internationalen Endung .com vergeben sind, ist in den letzten Jahren die Popularität von nicht-länderspezifischen Domains wie .org oder .net stark angestiegen. Wenn immer irgendwie möglich, versuchen Webmaster und Firmen jedoch, die .com Version der Domain zu erwerben. Der Marktwert davon ist deutlich grösser. So wurden die Domains sex.com für USD 14M, business.com für USD 7.5M und Toys.com für USD 5M weiterverkauft. Letztere ist nun im Besitz von Toys’R’Us.
Ich bin gespannt darauf, was der neue Eigentümer von poker.org mit der Seite unternehmen wird. Bis jetzt wird die Domain noch auf PartyPoker.com umgeleitet – sicher schwebt den „Super-Affiliates“, die seit fünf Jahren im Poker-Business sind, grösseres vor.
Poker Favicons designen
Ein Favicon ist ein kleines Bild (16 x 16 Pixel), welches im Browser neben der Webseite angezeigt wird. Wenn Du links oben hinschaust dann sollte dort ein kleines Bild von einem Pokerchip mit einem weissen Kreuz abgebildet sein. Kann sein dass es nicht klappt wenn Du den Internet Explorer nutzt, aber mit dem mittlerweile meistverbreiteten Browser Mozilla Firefox klappt es ;-)
Jedenfalls, das Designen von Favicons gehört ebenfalls zur Arbeit eines Webmasters und Pokerspielers und hat mich einen ganzen Abend gekostet. Aber ich bin mit den Resultaten für diese Seite hier und für meine SNG Poker Strategie-Seite (mit dem Bild einer Haifischflosse) zufrieden. Ich hoffe ihr seht das auch so und würde mich über einen Kommentar freuen.
Und wenn Du selbst Webmaster bist, dann kann ich Dir Favicon.cc empfehlen – Du kannst dort sehr einfach bestehende Favicons herunterladen, selbst eines im Browser designen oder ein Bild hochladen, es automatisch auf 16×16 verkleinern lassen und grafisch anpassen.
Online Poker: Gewinner verlieren am meisten
Dieser Titel tönt sehr provokant, ist aber die Quintessenz einer Studie, die Kyle Siler von der Conrell University kürzlich publiziert hat. Der Soziologe analysierte dabei 27 Millionen online gespielte Hände der Texas Hold’em Variante No Limit Cash Game Shorthanded. Die Pokerhände entstammen also einer Datenbank von Echtgeldspielen von online Pokeranbietern, die an Tischen mit maximal 6 Spielern gespielt wurden.
Dabei fand er folgendes heraus:
Je mehr Hände ein Spieler gewinnt, desto mehr Geld verliert er.
Nach meinem Verständnis und nach Durchsicht einiger zur Studie verfassten Artikel ist dieser Schluss fast tivial: Viele schlechte Spieler und Anfänger spielen zu viele Hände am Pokertisch. Statt wie bei einem 6max-Tisch 15-25% der Hände zu spielen, pokern sie bei vielleicht 50% aller Hände mit. Kein Wunder gewinnen sie dadurch am meisten Hände am Tisch. Weil sie aber zu viele Hände spielen, verlieren sie prozentual gesehen auch häufig. Was noch dazukommt, und das ist auch ausserhalb der Pokerwelt interessant, ist dass Menschen kleine, häufige Gewinne stärker gewichten als seltene, aber sehr grosse Verluste.
Schlechte Spieler gewinnen also viele kleine Pötte, verlieren aber dann die grossen Pötte, was in der Summe zu einem Verlust führt. Dieses psychologische Denkmuster findet auch anderswo Anwendung: Kleinanleger im Aktienmarkt, zu schnell fahrende Autofahrer oder Ehebrecher verhalten sich auch so. Sie freuen sich an den „kleinen Gewinnen“ (gestiegener Aktienkurs, schnellere Autofahrt, aussereheliches Vergnügen), müssen dann aber auch die seltener eintretenden grossen oder fatalen Verluste (Verlust Ersparnisse, Autounfall oder Busse, Scheidung) tragen.
Für schlechte Spieler sind tiefe Paare profitabler als mittlere Paare.
Die Analyse von Siler ergab weiter, dass schlechte Spieler mit tiefen Paaren (22 bis 77) mehr Geld verdienten als mit mittleren Paaren (88-JJ). Er erklärt das damit, dass schlechte Spieler den Wert von mittleren Paaren schlecht einschätzen können. Ein tiefes Paar wird entweder am Flop zum Set oder kann gefoldet werden. Verlierer beurteilen aber offenbar mittlere Paare als zu stark, um sie noch folden zu können, selbst wenn eine oder mehrere Overcards auf dem Board sind.
Die Studie „Social and Psychological Challenges of Poker“ von Kyle Siler kann hier gekauft werden.
Datenbank mit online Pokerhänden (Handhistory) kaufen
Siler hat die 27 Millionen Pokerhände beim Anbieter HandHQ erhalten. HandHQ betreibt exzessives Datamining und verkauft „geminte“ Hände. Für 100 Euro erhält man beispielsweise über 5 Millionen Hände, die man dann mit seiner Trackersoftware (Poker Tracker 2, Poker Tracker 3 oder Holdem Manager) einlesen kann. HandHQ bietet u.a. geminte Hände von PokerStars, Full Tilt Poker, PartyPoker, Ongame Netzwerk (Betsson, BWIN u.a.), iPoker (Mansion Poker, Titan Poker u.a.) an.
Rush Poker auf Full Tilt Poker: Status
Spielt ihr schon Rush Poker oder spielt ihr nicht mehr Rush Poker?
Rush Poker ist eine echte Innovation im Pokergeschäft. Rush Poker kann man an Cash Game Tischen bei Full Tilt Poker spielen. Sobald man eine Hand foldet, wird man sofort an einen neuen Tisch gesetzt, an dem wieder Hole Cards ausgeteilt werden. Dadurch spielt man pro Stunde und Tisch rund 300 Hände, also 5x mehr als an einem normalen online Pokertisch (und 10x mehr als im Live Game).
Wer Rush Poker noch nicht ausprobiert hat, sollte es unbedingt einmal probieren. Es ist echt die grösste Neuerung seit der Verbreitung von No-Limit Poker: Adrenalin put.
Allerdings – und deswegen meine Eingangsfrage – wird es rasch eintönig. Zumindest war es bei mir so. Ich habe Rush Poker ausschliesslich auf NL10 gespielt und bin in ca. 5h spielen 2 Stacks down. Das ist nicht das Problem. Aber meine Strategie – und die wird von vielen Spielern gespielt – besteht darin, aus früher und mittlerer Position nur die allerbesten Hände (AA, KK, QQ, JJ, AK, AQs) zu spielen (mit einem Raise von 3-4BB). Im Button oder Cut-Off raise ich ebenfalls 3BB wenn ich „first-in“, also der erste Spieler im Pot bin. Normalerweise kassiert man mit dieser Strategie nur die Blinds. Bei einem Call mache ich eine Continuation Bet am Flop, ungeachtet des Boards. Meistens ist spätestens hier Schluss. Stosse ich auf Gegenwehr, dann bin ich sehr vorsichtig: Die meisten Spieler sind ultra-tight und nitty und gehen nur mit wenn sie mindestens zwei Paare oder einen starken Draw haben. Hier riskiert man dann seinen ganzen Stack mit seinen Assen oder Kings…
Als kleine Variation ist es noch möglich, mit Suited Connectors oder kleinen Paaren einen Raise zu callen. Aber a) gibt es selten Raises aus früher/mittlerer Postion und b) trifft man den Flop selten.
Insgesamt wird Rush Poker mit dieser Strategie rasch sehr eintönig. Vielleicht gibt es eine bessere Strategie – wäre nett wenn jemand hier seine Tipps in den Kommentaren posten würde, welche Rush Poker Strategie er anwendet.
Jedenfalls: Wenn Du Rush Poker noch nicht ausprobiert hat, solltest Du es unbedingt einmal versuchen. Du kannst Dich über diesen Link hier bei Full Tilt Poker anmelden und gleich Rush Poker spielen. Mit dem Referenzcode (Bonus Code) SNGPOKER erhältst Du dabei einen Bonus von bis zu 600$. Viel Glück!
Liv „Iron Maiden“ Boeree im Maxim
Liv „Iron Maiden“ Boeree gehört mit 200’000$ gewonnene Preisgeldern zu den 100 besten Pokerspielerinnen der Welt. Liv Boiree hat vor knapp zwei Jahren das europäische Ladies Championship gewonnen und Sie cashte zweimal an der WSOP.
Die TV-Moderatorin zeigt nun im aktuellen Maxim Seiten von sich, die auch nicht-Pokerspieler interessieren könnten:
Die Bilderserie kann im Maxim oder in einer ausführlicheren Version (leider mit Wasserzeichen) direkt beim Fotografen angeschaut werden.
Poker Tags: liv boeree Maxim, liv boeree





